Start des 7. Sparkassen HeideRadCupLos ging es am Sonntag den 10.09.2017 früh kurz vor 9 Uhr in Leipzig. Die Flaschen wurden mit Wasser und allerlei nützlichem gefüllt. Die "Unterstützungskiste" wurde mit allerlei nützlichen Dingen, wie Rennradschuhe, Helm, Action Cam und so weiter gefüllt. Dann die "Unterstützungskiste" und Rennrad in das Auto verfrachtet und auf ging es kurz nach 9 Uhr Richtung Torgau.

Dort angekommen, ging es los, einen Parkplatz zu finden. Auch wenn der Veranstalter auf der Webseite angab, dass es genügen Parkplätze geben würde, mein Eindruck, nein, die gab es nicht. Die Parkplätze vor Ort waren viel zu wenige, zum Teil dann auch durch Besucher blockiert oder auch durch Rennteams, die sich, wie ich finde leider sehr unsportlich verhielten, und gleich mehrere Parkplätze auf einmal mit einem Auto reservierten und sich ausbreiteten. Zum Glück aber dann doch noch ein Plätzchen gefunden, dann ging es ab zum Orga-Büro, die Startunterlagen abholen und anschließend alles anbringen und zum Start vorbereiten.

Sparkassen HeideRadCup durch die Dahlener HeidePünktlich 11:20 Uhr fiel dann auch der Startschuß und los ging es. Es ging auch richtig flott los, bis zum ersten Kreisverkehr, von da aus ging es auf die Dahlener Straße Richtung Beckwitz und es kam, wie es kommen musste, ordentlich Gegenwind. Weiter ging es auf der Straße über Taura nach Lausa. Zwischen Taura und Lausa ging es schon durch die wunderschöne Dahlener Heide. Ich muss sagen, eine wunderschöne Strecke und Gegend, da macht das fahren wirklich Spaß. Gefühlt ging es auch hier immer nur entweder Berg auf oder mit Gegenwind vorwärts, man wächst allerdings mit den Herausforderungen wink Nur ein Problem stellte sich ein, welches ich so noch nie hatte, auch nicht beim Training. Ja, schwere Oberschenkel sind normal, aber das die Waden anfangen mit krampfen, das hatte ich beim Radfahren noch nie. Ein echter Sportler lässt sich davon aber nicht aufhalten und beisst sich da durch.

In Schmannewitz ging es dann ab auf die Runde der 40 km-Teilnehmer. Damit wir nämlich auf die 110 km kommen, sollten wir einmal die 40 und einmal die 70 km Strecke fahren. Es ging also weiter Richtung Sitzenroda, Schildau (und nein, ich haben dort niemanden Schildbürger Streiche machen sehen wink) nach Staupitz. Zwar löste sich das Problem mit den Krämpfen in Oberschenkel und Waden langsam, was aber blieb, egal in welche Richtung es ging, war irgendwie immer wieder der Wind, selbst als es wieder in Richtung Torgau ging, obwohl es schon Gegenwind gab, als es von Torgau weg ging. Aber da muss man halt durch.

Zieleinfahrt des 7. Sparkassen HeideRadCupKurz vor Torgau ging es dann wieder auf die Dahlener Straße Richtung Taura, Lausa nach Schmannewitz zur zweiten und auch längeren Runde. Von Schmannewitz aus ging es über Bortewitz, Börln, an Heyda vorbei nach Falkenhain und Müglenz. Von Müglenz aus ging es dann so langsam und allmählich wieder Richtung Norden und damit wieder zurück nach Torgau. Durch Lossatal und Röcknitz, Schöna, Mockrehna und so langsam stellt sich das übliche Problem beim Fahrrad fahren ein, wie sitzt man irgendwann noch auf dem Sattel, wenn einem der Hintern weg tut? Das sind nun mal aber Erfahrungen, die man sammeln muss. Aber auch da beist man sich durch, denn letztendlich hat man auch keine wirkliche Wahl, wenn man irgendwo mitten im Nirgendwo ist. Da hilft wirklich nur Zähne zusammen beißen, ab und an aufstehen und weiter fahren. Dann ging es endlich wieder auf die Torgauer Straße, das "5 km bis zum Ziel"-Schild ging an einem vorbei. Da hieß es nur noch ein paar Minuten durchhalten und es ist geschafft.

Nach gut 3 Stunden und 21 Minuten ging es dann über die Ziellinie. Es war geschafft, der Hintern tat zwar weh, die Beine etwas weich und wackelig, aber es war wirklich geschafft, knapp 110 km. Meine bisher längste Strecke und die Gewissheit, dass ich das ganze nächstes Jahr wieder machen werde.

Fahrzeit: 3:21:04
Platz: 124 von 150
Platz: 51 von 63 in Altersklasse Master 1

Strecke des 7. Sparkasse HeideRadCup