Auch bei Regen wird gefahrenStartschuss für die 100 km rund um die Braunkohle war am Sonntag den 27.05.2018 um 9:30 an der Alten Messe in Leipzig. Vorher also Rad geprüft, dass der Reifendruck stimmt, die Räder rollen, Startnummer am Lenker befestigt, Flaschen gefüllt und Rucksack gepackt und eine Kleinigkeit gegessen, denn mal eben so bei 100 km auf dem Rennrad auf das Klo gehen, ist nicht :D Und los ging es zur alten Messe. Das Wetter war zwar nicht so sonderlich, denn es war bedeckt, aber auf der anderen Seite perfekt für eine längere Radtour, bei der nicht die Gefahr dann bestand, dass man sich die Haut verbrennt.

Kurz nach 9:30 fiel dann auch der Startschuss und die ersten Radler gingen ins Rennen. Damit nicht alle aufeinander kleben, wurde in insgesamt 4 Wellen gestartet, was natürlich bedeutete, dass man schon mal noch etwas warten muss. Aber endlich ging es los Richtung Prager Straße und dann Stadt auswärts. Wie so üblich sortiert sich am Anfang noch alles und es dauert etwas, bis man eine passende Gruppe gefunden hat. In Liebertwolkwitz angekommen, ging es Richtung Güldengossa und am Kanupark Markkleeberg mit einem kurzen Abstecher zum Markkleberger See in Richtung Störmthaler See.

Zieleinfahrt bei den neuseen classics 2018Gegen den Uhrzeigersinn ging es auf der westlichen Seite des Störmthaler Sees Richtung Pötzschau. Hier waren auch die ersten kleinen Anstiege mit ca. 9 % Steigung zu bewältigen, eigentlich kein großes Hindernis, auch wenn es dem einen oder anderen schon etwas mehr abverlangte. Aber auch das ließen wir bald hinter uns und es ging zurück auf die Straße, wo man dann endlich Tempo machen konnte, denn zum Glück war alles abgesperrt. Mit einem Abstecher nach Belgershain und Dreiskau-Muckern ging es wieder zurück zum Störmthaler See. Dieses mal aber auf die nordostliche Seite. Hier wartete dann auch bei Störmthal selbst das Highlight der Strecke auf die Fahrer, eine Serpentine mit 16 % Steigung. Ich kenne diese Stelle sehr genau, da sie auf meiner üblichen Trainingsstrecke liegt. Daher wusste ich auch, wie diese zu nehmen ist. Einige anderer Fahrer nicht, daher hatte man, gerade im oberen Bereich das Gefühl, jetzt steigt der eine oder andere ab und schiebt :D Dennoch haben alle diese Strecke gemeistert.

Auf ging es zur zweiten Runde am Kanupark vorbei und wieder zum Störmthaler See. Doch der Wettergott hatte kein Einsehen mit uns, fing es doch zu regnen an. Erst nur ein paar Tropfen, aber als es dann wieder auf die Straße ging, goß es inzwischen wie aus Eimern. Dementsprechend durchweicht wurden alle Fahrer. Leider achteten nicht alle auf das Wetter und passten ihre Fahrweise entsprechend an, so dass es bedauerlicherweise zu ingesamt 24 Unfällen kam. Zum Glück wurde aber keiner schwer verletzt. Nach der zweiten Runde über Pötzschau, Belgershain, Dreiskau-Muckern und zurück zum Störmthaler See, ging es nach dem zweiten Mal 16 % Steigung über Güldengossa zurück in Richtung Leipzig. Auf der Prager Straße zog dann noch mal das Tempo ein klein wenig an, immerhin ging es ja dem Ziel entgegen. Nach einem kleinen Schwenker über die Richard-Lehmann und Zwickauer Straße rollten wir dann ins Ziel ein. Hier gab es die Finisher-Medaille und eine ordentliche Nachverpflegung mit Kuchen, Melone, Apfel und reichlich Trinken.

Ich werde auf jeden Fall im nächsten Jahr wieder mit daran teil nehmen.

Fahrzeit: 3:04:45
Platz: 473 von 566
Platz: 179 von 199 in Altersklasse Master 1

Strecke der 15. neuseen classics