Gesundheit, Fitness, Schlankheit und Schönheit, eine Ernährung die alles ermöglicht. Schlemmen und dabei so bleiben wie man ist. So locken uns "ight"- beziehungsweise "leicht"-Produkte. Weniger Zucker und weniger Fett, stattdessen reduzierte Lebensmittel.

Light – Was heißt das genau?

Kalorienreduziert – sollen Lebensmittel sein, deren Energiegehalt um mindestens 40% reduziert ist.
Fettarme Produkte – müssen mindestens 40% weniger Fett aufweisen als vergleichbare Durchschnittsprodukte.
Kalorienarm – darf ein Produkt nur bezeichnet werden, wenn 100 Gramm davon nicht mehr als 50 kcal, bez. 100 Milliliter eines Getränks nicht mehr als 20 kcal, enthalten.

Die Begriffe "leicht" oder "light" sind gesetzlich nicht geschützt. Folglich muss sich diese Bezeichnung nicht unbedingt auf eine Kalorienreduktion beziehen. Viele Produkte tragen den verkaufsfördernden Aufdruck ohne tatsächlich kalorienarm zu sein, sondern lediglich leicht verdaulich oder luftig und locker. Nur bei Milchprodukten besteht derzeit eine gesetzliche Festlegung. So darf "light" Käse maximal 32,5 Prozent Fett enthalten. "Light" Joghurt 1,8 Prozent Fett nicht überschreiten.

Light Produkte & Kalorien

Grundsätzlich gilt: Die Energiewerte unbedingt beachten.

Ernährungswissenschaftler haben erwiesen, dass bei natürlichem Fett wesentlich schneller ein Sättigungsgefühl eintritt. Statt zu Light-Salami sollte man viel eher zu magerem Schinken greifen. Weil der immer noch bedeutend weniger Fett enthält. Allzu viel Süßes vom Speiseplan streichen und durch frisches oder getrocknetes Obst ersetzen. Bringt mehr und macht auf Dauer glücklicher und schlanker als jede Lightprodukt-Diät.

Light Produkte sind gesundheitlich umstritten

So sagt beispielsweise der Sprecher der Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik Sven-David Müller, dass "Gesundheitlich keine Gefahr besteht. Light-Produkte sind weder appetitstimulierend, noch können normale Mengen an Süßstoff Krebs verursachen."

"Es ist möglich Fett und Zucker einzusparen und damit eine Gewichtsreduktion zu erzielen, verwendet man statt Butter Halbfettmargarine, statt Zucker Süßstoff", so Müller.

Absurd sei auch die Behauptung der Verbraucherschützer, kalorienreduzierte Lebensmittel mogeln unserem Magen etwas vor. Die Sättigung ist vom Volumen des entsprechenden Lebensmittels abhängig und kalorienreduzierte Lebensmittel haben ein ebenso hohes Volumen wie Vergleichsprodukte.

Auf der anderen Seite gibt es jedoch Studien und Untersuchungen, welche beispielsweise künstliche Süßstoffe wie Aspartam und Sucralose als Verursacher einer eingeschränkten Nierenfunktion ermittelten. Sie sind für eine rapide Degeneration der Nieren-Tätigkeit bei Menschen verantwortlich, die exzessive Mengen künstlich durch Süßstoffe gesüßter Getränke konsumieren.

Eine von Dr. Morando Soffritti von der European Ramazzini Foundation of Oncology and Environmental Sciences und dem Cesare Maltoni Krebsforschungszentrum bereits im Jahr 2005 vorgelegte Studie belegt Vergleichbares. Bereits vor 30 Jahren fanden unabhängige Wissenschaftler heraus, dass der Konsum von Aspartam zu verschiedenen Krankheiten und Leiden führt. Darunter befinden sich krebsartige Tumoren, Lymphomen, Leukämie, Läsionen in unterschiedlichen Organen, Urothelkarzinome, Nervenschäden, Anfälle und vorzeitiger Tod.

Auch der Stoff Sucralose, ein Chlorocarbon, ist für verschiedene gravierende chronische Erkrankungen und Leiden verantwortlich. Beworben wird Sucralose damit, dass es direkt aus Zucker gewonnen wird, was es harmlos erscheinen lässt. Sucralose jedoch verursacht Funktionsstörungen des Gehirns und des Nervensystems, Migräne, Krebs und die Schwächung des Immunsystems.

Nach Dr. Soffrittis Forschungsergebnissen haben die meisten Studien, die eine Unbedenklichkeit von künstlichen Süßstoffen wie Aspartam und Sucralose darlegten, nicht den Standards der international anerkannten "Laborpraxis". Sie liefert Anweisungen für die Handhabung von Biotests zum Nachweis von Karzinogenizität.

Studien ohne diesen Mindeststandard kommen also zwangsläufig zu verfälschten Ergebnissen. Meist sind diese Studien auch von großen Unternehmen beauftragt und finanziert. Sie unterliegen also mehr den wirtschaftlichen Zwängen als dem tatsächlichen Wunsch nach Aufklärung.

Meine Empfehlung

Natürliche Lebensmittel wie Roh-Honig oder Agaven-Nektar sind also als Süßungsmittel vorzuziehen. Auch Stevia-Extrakt, ein natürlich vorkommender Süßstoff, bietet hervorragende Alternativen. Stevia enthält keinen Zucker und keine Kalorien, lediglich der etwas bittere Nachgeschmack (beim Backen kein Problem) ist gewöhnungsbedürftig. Ich selber verwende ab und an auch Xucker zum Süßen.

Tipp: Versucht mal ein paar Tage auf Süßspeisen zu verzichten. Danach werdet ihr vielleicht feststellen, dass es soo süß gar nicht immer sein muss. :-)

Zu den chemisch hergestellten Süßstoffen Aspartam, Sucralose und Saccharin gibt es viele Alternativen. Dennoch ist es sehr schwierig, diese in verarbeiteten Lebensmitteln zu finden. Nehmt dies vielleicht zum Anlass, nur gesunde und vollwertige Nahrung zu euch zu nehmen, die so naturbelassen, wie irgend möglich ist. Eure Gesundheit und eurer Wohlbefinden werden es euch danken.

Fazit: Light-Produkte können uns zwar bedingt beim Einsparen von Kalorien helfen, ersetzen aber nicht die allzu wichtige Ernährungsumstellung. Eine vernünftige Ernährung und Bewegung sind die besseren Alternativen und ein sicheres Fundament für eine gesunde und schlanke Zukunft.


Zucchinicremesuppe mit Lachs

Zutaten

500 g Zucchini
1 Schalotte
1 Knoblauchzehe
2 EL Olivenöl
800 ml Gemüsebrühe
125 g saure Sahne
1 EL Thymian
150 g Lachsfilet
Salz und Pfeffer

Zubereitung

Die Zucchini waschen und in kleine Stücke schneiden. Die Schalotte und Knoblauchzehe fein hacken, glasig schwitzen, Zucchini zugeben, kurz mitdünsten, Brühe angießen und zugedeckt ca. 20 min köcheln lassen.

Die Suppe pürieren, mit Salz und Pfeffer würzen, die saure Sahne angießen. Den Thymian nach Belieben zugeben und nochmals abschmecken. Den Topf vom Herd ziehen.

Den Lachs in feine Würfel schneiden, in die Suppe geben und kurz ziehen lassen. Mit Thymian garnieren.​

Arbeitszeit: ca. 30 min


Copyright, 06.08.2014, Mandy Heymann